Sportmedizin Teil I PDF Drucken E-Mail
SPORTMEDIZIN – nur etwas für Profis??            Teil I: Allgemeiner Teil
…leider oft ein „schmerzhafter“ Irrtum.
Gerade „Alltagssportler“ sind besonders verletzungsgefährdet. Deshalb sollten auch Sie sich vor und während einer regelmäßigen Sportausübung einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen.

Zum Einen wird der Stellenwert des Sports, bis ins hohe Alter immer größer, andererseits die Sportarten immer risikoreicher. Die Anzahl der Menschen die leistungsorientiert trainiert wird täglich größer und die Bedeutung der Sportmedizin wichtiger.
Durch den „Fitness-Boom“ kommen Menschen zum Sport, die wegen Familie und Beruf lange nicht mehr körperlich aktiv waren, nun aber wieder mit dem Sport beginnen möchten.

Die Sportmedizin umfasst die Beziehungen zwischen den Funktionen des menschlichen Organismus und seinen Leistungen in den verschiedenen sportlichen Disziplinen, sowie die Verhütung und Behandlung von Sportschäden und Sportverletzungen.

Körperliche Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung zur Ausübung von Sport.
Vor Aufnahme einer sportlichen Tätigkeit ist es sinnvoll sich gründlich medizinisch und sportmedizinisch untersuchen zu lassen. Der aktuelle Gesundheitszustand, die Sporttauglichkeit sowie die Empfehlung bestimmter Sportarten oder Trainingsprogramme sollen hierbei festgelegt werden.
Wird bereits regelmäßig Sport betrieben, geht es bei den Untersuchungen darum, Funktionsstörungen, Erkrankungen und Sportschäden frühzeitig festzustellen und/oder zu vermeiden.

Damit Sie Ihr Training so optimal wie möglich aufbauen können, benötigen Sie eine fundierte Grundkenntnis über Anatomie, Physiologie, Muskeln, Sehnen, Gelenke sowie die Bewegungsabläufe Ihrer Sportart. Allein unsere 656 Muskeln bilden 40 Prozent unseres Körpergewichtes. Über einhundert Gelenke formieren unsere Bewegungen.

Ziel der Leistungsdiagnostik Ihres Sportmediziners ist es, Ihren aktuellen Leistungsstand objektiv zu überprüfen und hieraus die Trainingseffizienz zu verbessern, sowie Untrainierten einen risikoarmen Start in Ihre Sportart zu gewähren. Kennt man diesen Zustand, so lässt sich das Training individueller und wesentlich zielgerichteter planen.
Andernfalls besteht die Gefahr, den Körper  zu überfordern und letztlich damit zu schaden.
Durch umfangreiche Spezialuntersuchungen werden die Leistungsfähigkeit von Herz und Kreislauf, der Inneren Organe, der Sinnensorgane sowie des kompletten Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Sehnen, Muskulatur und Wirbelsäule) ermittelt.

Etwa vier Prozent aller Sportler erleiden jährlich einen Sportunfall. Oft ist gerade dann keine medizinische Hilfe vor Ort.
Eine Erste Hilfe bei Sportverletzungen können Sie leisten, wenn Sie das sogenannte
PECH-Schema anwenden können.
(P = Pause; E = Eis; C = Compression; H = Hochlagerung )
Bei nahezu jeder Sportverletzung ist ein sofortiges Eingreifen im Sinne des PECH-Schemas nach Prof. Böhmer sehr hilfreich.
Für jede Verletzung jeder Sportart gilt:
P = Pause:   Sofort mit dem Sport aufhören, den verletzten Bereich ruhigstellen
E = Eis:       Eis sollte in den ersten 15 bis 20 Minuten aufgebracht werden, im späteren
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Verlauf kann es zu Wundheilungsstörungen führen. Niemals direkt auf die Haut!
C = Compression:  Um eine übermässige Schwellung zu verhindern, sollte direkt nach/ oder
mit dem Eis ein Kompressionsverband ( mit mäßigem Zug ) angebracht
werden.
H = Hochlagerung: Durch Hochlagerung des verletzten Bereiches wird der Rückfluss des
Blutes und der Schwellflüssigkeit erleichtert.

Sobald wie möglich sollte der Verletzte von einem Arzt – am Besten einem Sportmediziner – untersucht werden.

Teil II mit sportspezifischen Verletzungen folgt.